Ab unter die Erde

2022

Eine Geschichte für alle die einmal sterben müssen

Vor dem Tod sind alle gleich, das letzte Hemd hat keine Taschen, irgendwann ist Sense. Doch drei merkwürdige Gestalten, die sich eines Tages auf einem namenlosen Friedhof begegnen, haben ihre ganz eigenen Vorstellungen vom vollendeten finalen Abgang. Konsequent erteilen sie allen Regeln und Normen der ewigen Ruhe eine Absage und greifen beherzt wie ungebeten dort ein, wo niemand mehr wartet. Als jedoch eine Tüte mit zweifelhaftem Inhalt ins Spiel kommt, scheiden sich die Geister, die die drei selbst riefen. Be- oder Entstatten? Das ist hier die Frage. In „Ab unter die Erde“ wird ein unkonventioneller Blick auf den Vorgang des Bestattens geworfen und die Frage nach posthumer

Individualität in einer Welt regulierter Friedhofskultur und normierter Rituale gestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei drei unwirkliche Gestalten, die in ihrem Willen, alles richtig zu machen, zu einer grenzüberschreitenden Guerillatruppe zwischen den Gräberreihen mutieren. Mit ihrem Tun buddeln sie beharrlich auch in zentralen Fragestellungen zum angemessenen Abschied herum: Gibt es einen richtigen oder falschen Weg, die letzte Reise anzutreten? Wieviele Kitschengel sind zu viel des Guten? Und wer sollte am Ende das Sagen haben, wenn wir selbst nicht mehr für uns sprechen können?

»Der Tod ist das einzige Ereignis, von dem wir alle ganz sicher wissen, dass es einmal stattfinden wird, ohne wenn und aber, ohne Ausnahme. Eine todsichere Sache also. «

Zitat aus dem Stück

Fotos Lys Y. Seng

Es spielen Björn Klumpp, Monika-Margret Steger, Giuseppina Tragni
Buch und Regie Esther Steinbrecher
Ausstattung Melanie Riester
Musikalische Leitung Björn Klumpp
Grafik Carlo Tragni
Video Christiane Schmied
Technik Georg Gropp

Premiere am 28. Oktober im Theater Felina Areal Mannheim

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Kulturamt der Stadt Mannheim, der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg und durch eine Spende der BASF SE.

Mit herzlichem Dank für großzügige Unterstützung an: Sascha Koal (Theater Felina Areal), Rahel Mangold (Kultur-Events Rhein-Neckar e.V.), BIKAPACK GmbH Packaging and Service, Heinrich Patheiger, Christian Möhrs und das Gießener Gießkannenmuseum.

» Das Stück schaut in den Graben zwischen Dasein und Nichtmehrsein, stellt mit seinen Protagonisten die Frage, um wen es wirklich geht bei unseren Abschiedsritualen: Um die Verstorbenen und ihren Willen oder die Hinterbliebenen und ihre Wege, mit Trauer und Verlust umzugehen? «

Zitat Mannheimer Morgen