bissfest – Frauentheatergruppe
Ein Herzensprojekt
Im Jahr 2006 gründete sich die Frauentheatergruppe bissfest, damals in Kooperation mit der Kinder- und Jugendkunstschule bellissima in Speyer unter der Leitung von Giuseppina Tragni. Eingeladen waren Frauen, die Interesse daran hatten, sich mit den Mitteln des Theaters und des Zirkus künstlerisch auseinander zu setzen. Die erste Eigenproduktion feierte im September 2008 im kleinen Varieté in Speyer ihre Premiere mit dem Titel „Erst rechts, dann links und dann…“. Danach stellte sich das Theaterensemble auf eigene Füße, wurde Mitglied im Alten Stadtsaal e.v. Speyer und fand dort eine neue Spielstätte. Ein fester Kern des Ensembles etablierte sich. Dennoch öffnete das Ensemble immer wieder ihre Türen für interessierte Frauen. So manche kam, so manche ging, so manche blieb. An den Mittwoch-Abenden wurde gelacht, gegessen, geprobt – stundenlang, manchmal ganze Wochenenden.
Die gemeinsame Arbeit war stets ein Herzensprojekt!
Weitere Eigenproduktionen entstanden wie „Frei(T)räume“ (2010), „Impulse“ (2012), „mensch.com“ (2013), „Kapp off Thie“ (2015) und zuletzt die Produktion „zehn“ im Jahr 2017 zum 10jährigen Jubiläum.
Für die Kulturnacht Speyer entwickelte bissfest ca. 20minütige Performances im Jahr 2009, 2011, 2012 und 2017. Zum Anlass des 20jährigen Jubiläums des Alten Stadtsaals Speyer inszenierte das Ensemble das Kurzstück „Publikumsbeschimpfung“ von Peter Handke.
Seit 2017 produziert das Ensemble in Eigenregie immer wieder kleine und größere Stücke, die im Alten Stadtsaal Speyer bis heute noch zu sehen sind.
» Danke für euren Mut, euch zu zeigen, authentisch zu sein – das war der Brückenschlag zum Publikum und das „BESONDERE“. «
Zitat aus dem Gästebuch
zehn (2017)
10 Jahre.
10 Spielerinnen.
10 Darbietungen.
100 berauschende Minuten.
Eine außergewöhnliche Jubiläumsproduktion!
Premiere am 12. Mai 2017 im Alten Stadtsaal Speyer
Es spielen Renate Herrling, Monika Kleine, Barbara Kulick, Dorothea Palm, Birgit Schubert, Silke Schuchhardt, Claudia Steinke, Christine Verneau, Christine von Lips, Christiane Weich
» So viel Leichtigkeit bei spielerischen wie ernsten Themen! So viel Verwandlungskunst und Verwandlungsfreude! Höchst glaubwürdige Präsenz jeder Frau in jeder ihrer Rollen; Nachdenklichkeit, Lachen, Zartheit, Klarheit, Spielfreude! Kaum zu glauben, dass die Darstellerinnen Amateurinnen sind – wenn ich nicht die eine oder andere im „richtigen Leben“ schon gesehen hätte, hielte ich sie für Profis. Mein höchst persönlicher Wermutstropfen: ich habe die bissfeste Truppe zehn Jahre zu spät entdeckt! «
Beitrag im Leseforum „Die Rheinpfalz“
Bodies in urban spaces (2017)
im Rahmen der Kulturnacht Speyer
Türnischen, Treppenabsätze, Straßenmarkierungen, Garderoben, Hauswände – sie sind Teile des öffentlichen Raumes, den wir uns innerhalb dieser Performance erobert haben.
Inspiriert von Willi Dorners Kunstprojekt „Bodies in Urban Spaces“ geht es in dieser Performance darum, den eigenen Körper in Beziehung zu Orten im öffentlichen Raum Speyers zu setzen, Bilder damit zu erschaffen, Irritationen hervorzurufen. Der Körper wird Teil des Raumes, mit all seiner Flexibilität und der Inspiration, die der gewählte Raum bietet. Wir lassen Bühne und Sprache hinter uns und begeben uns auf einen öffentlichen Parcours, der die neue Perspektive zum Hingucker macht.
Kapp off Tieh (2015)
Fragmentarische Einblicke in das Leben der Mascha Kaléko – einer (fast) bekannten Dichterin
Kennen Sie Mascha Kaléko? Wer war diese Frau? Wie blickte sie auf ihr eigenes Land? Eine szenische Reise durch Leben und Werk der jüdisch-deutschen Dichterin, die das Dritte Reich mit Glück überlebte. Das nationalsozialistische Deutschland zwang sie zur Flucht, trieb sie ins Exil und verbot ihre Bücher. 1975 starb Mascha Kaléko in Zürich. Ihre Alltagslyrik voller satirischer Schärfe, Sprachwitz und Melancholie, schnörkellos und warmherzig, findet auch heute noch Anklang und war Anreiz für eine theatrale Reise der besonderen Art.
Premiere am 24. September 2015 im Alten Stadtsaal Speyer
Es spielen Barbara Kulick, Christiane Weich, Christine Verneau, Christine von Lips, Monika Kleine, Renate Herrling
» Es gelang bissfest Liebe, Leidenschaft und Tod, Angst und den Übermut des Kindes authentisch auf die Bühne und in die Herzen der Zuschauer zu tragen. (…) Mit den Auszügen aus dem Briefwechsel der Dichterin geriet? der Abend zur Biografie einer gefühl- und humorvollen Frau, die „Erotik auf den Sonntag beschränken“ musste und Musik, Tanz, ihre beiden Ehemänner und vor allem den Sohn liebte. bissfest hat mit „Kapp off Tieh“ einen neuen Blick auf Kaléko geworfen und deutlich gemacht, dass ihre Texte nicht nur zeitlos, sondern hochaktuell sind. „Mein schönstes Gedicht: Ich schrieb es nicht, ich schwieg es.“, hat die Dichterin hinterlassen. Gut, dass bissfest sich daran nicht gehalten hat. «
Die Rheinpfalz
PAROLI (2014)
20minütige Theaterperformance im Rahmen der Kulturnacht Speyer
Inspiriert vom Bilderbuch „Die große Wörterfabrik“ von Agnes de Lestrade und Valeria Docampo erscheinen Wortfiguren aus einem Land, in dem die Menschen fast gar nicht reden. In diesem Land müssen Worte gekauft und geschluckt werden, um sie aussprechen zu können. Stell dir vor, wenn dies eines Tages Wirklichkeit wäre…
Vorstellungen am 13. Juni 2014 um 21 und 22 Uhr
mensch.com (2013)
Eine theatrale Auseinandersetzung
In einer zivilisierten technisierten Welt droht das Zwischenmenschliche unterzugehen und zusammen zu brechen. Doch hinter all dem Facebook, Finanzkrisen und Spekulationen, dem Sich-Vermarkten und verkaufen müssen, drängt die Suche nach der Wahrhaftigkeit, nach einer Hoffnung, das System aufbrechen zu können und wieder zu vertrauen.
Premiere am 14.11.2013 im Alten Stadtsaal Speyer
Es spielen Renate Herrling, Monika Kleine, Barbara Kulick, Dorothea Palm, Silke Schuchhardt, Claudia Steinke, Christine Verneau, Christine von Lips, Christiane Weich
» Das Ensemble präsentierte neben mehreren Kostümen und unterschiedlichen Choreografien vor allem einen tollen Einsatz von schauspielerischem Können. Beeindruckend waren insbesondere die ausdrucksstarke Mimik und Gestik. Das Zusammenspiel der Choreografien aller Schauspielerinnen, die nicht näher benannte Personen darstellten, ließ das Theaterstück recht avantgardistisch anmuten. «
Die Rheinpfalz
Maskentheater (2012)
Im Rahmen der Kulturnacht Speyer
IMPULSE (2011)
Warten.
Immer warten.
Hier einen Augenblick, dort einen Augenblick.
Ein Leben lang…
Man sitzt da und wartet. Erinnert, träumt, visioniert, spielt.
Und wartet.
Dass etwas passiert. Ein Impuls, ein Blick, ein Wort. Wartet auf die Liebe, auf das Älterwerden, dass die Zeit vergeht, das Leben beginnt…
Premiere 21. Oktober 2011 im Alten Stadtsaal Speyer
Es spielen Birgit Schubert, Christiane Weich, Christine Verneau, Claudia Steinke, Monika Kleine, Renate Herrling, Silke Schuchhardt
Goldene Zeiten (2011)
im Rahmen der Kulturnacht Speyer
Publikumsbeschimpfung (2011)
im Rahmen der Kulturnacht Speyer
» Da begegnet man dann anschließend im Theatercafé der Gruppe „bissfest“. Ihrem Namen machen sie alle Ehre und drehen einfach mal – frei nach den „Publikumsbeschimpfungen“ à la Peter Handke – den Spieß um. Des Zuschauers Zuschauen schauen sie an und bescheinigen ihm schließlich zwischen Halbgesang und lebendig choreografierter Gruppenbewegung: „Und sie sehen beschissen aus!“. Theater der besonderen Art und ein Spaß dazu. «
Die Rheinpfalz
Frei(T)räume (2010)
Wo befinden wir uns? In einem Raum. In einem Theaterstück. In Worten. In der Zeit. In einem Spiel. In Freiheit. In Bewegung. Auf der Suche…
Jonglieren auch Sie in ihrem Leben mit Fragen, Wünschen, Träumen und Realitäten? Dann sind Sie bei uns richtig. Die einzige Regel des Abends lautet: Wenn wir loslassen, haben wir zwei Hände frei! Und die Reise beginnt: Frei, Traum, Raum, Freiraum, Freitraum… Hinterlassen Sie bitte Ihre Meinung!
Premiere am 28. Mai 2010 im Alten Stadtsaal Speyer
Es spielen Christiane Weich, Christine Verneau, Silke Schuchhardt, Claudia Steinke, Monika Kleine, Dorothea Palm, Birgit Schubert
» Mit viel Komik, Mut und Bühnenpräsenz bewegten sich die Darstellerinnen durch temporeich inszenierte Szenen und gewährten dabei tiefe Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. (…) Frauen, die authentisch und schonungslos ihr Seelenleben nach außen kehrten, standen auf der Stadtsaal-Bühne. Frauen, die einen Moment lang selbstbewusst ihre Schönheit und Begehrlichkeit beschrieben, um sich gleich darauf in Selbstzweifel über Endlichkeit, Wirkung und Anerkennung zu ergehen?. Ohne falsches Pathos begab sich jede auf ihre Weise auf die lange Straße zum kleinen Glück. «
Die Rheinpfalz
Findet mich das Glück? (2009)
im Rahmen der Kulturnacht Speyer
» Die Schauspielerinnen in weißen gerafften Kostümen, steifen Frisuren und weißem Make-up sehen aus, als seien sie Kunstwerke. Sie spannen große rote Lackschirme auf und die eine spricht unablässig in ihr imaginäres Handy – Klatschgeschichten und Rezepte. (…) Zum Schluss regnet es Papierstreifen mit seltsamen Fragen: „Liegt meine Seele auf Stroh?“ „Findet mich das Glück? «
Die Rheinpfalz
Erst rechts, dann links, dann…? (2008)
Alles hat seine Ordnung.
Doch was passiert, wenn all dies irgendwann zusammenbricht? ist dann alles verloren?
Oder findet mich das Glück?
Acht Darstellerinnen machen sich auf die Suche, um letztendlich einfach nur zu sein.
Premiere am 26. September 2008 im kleinen Varieté Speyer
Es spielen Ulla Goost-Erren, Monika Kleine, Dorothea Palm, Birgit Schubert, Silke Schuchhardt, Claudia Steinke, Christine Verneau, Christiane Weich
» Geschlechtslose Wesen, die Gesichter hinter weißen Masken verbergen, fügen sich Marionetten gleich einer übergeordneten Macht und richten ihre stummen Tätigkeiten nach dem Sirenen-Signal. Synchrone roboterhafte Bewegungsabläufe gelingen den Schauspielerinnen ebenso wie die pantomimische Darstellung ständig wiederholter Verrichtungen. (…) Eindrucksvoll verkörpern die Darstellerinnen acht angstvolle Wesen auf dem Weg zurück zu ihrer Individualität. (…) „Warum leistet sich die Welt den Luxus, mich zu haben?“ Schmale Zettel mit den großen und kleinen Fragen dieser Welt werfen die Schauspielerinnen zum Abschluss ihres ersten Theaterstücks in die Zuschauerreihen. Als Antwort erhalten sie stürmischen Beifall für eine großartige Leistung. »
Die Rheinpfalz







































































































