Dead Poets Rock
Frei nach dem Film "Club der toten Dichter"
Eine Stückentwicklung mit dem Jugendclub des Jungen Pfalzbau / Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
„Carpe diem – Nutze den Tag. Macht etwas Außergewöhnliches aus eurem Leben!“ In dem berühmten Film aus dem Jahre 1989 „Der Club der toten Dichter“ bringt der neue Lehrer John Keating frischen Wind in das strenge Internat, das ausschließlich am Erfolg seiner Schüler ausgerichtet ist. Keating liebt alte Lyrik und weiß seine Schüler zu begeistern. Mit Hilfe der Poesie und des Theaters gelingt es ihm, die Schüler wachzurütteln und sie zu selbstständigem, individuell geprägtem Handeln und zu freiem Denken zu ermutigen. Inspiriert von ihrem Lehrer, fassen die Schüler des traditionsbewussten Internats den Entschluss, den Club der toten Dichter, der sich einst als geheeimnisvoller Bund in einer Höhle traf, wieder aufleben zu lassen. Dieser neue freie Geist der Schüler kommt jedoch an dem konservativen Internat gar nicht gut an und hat fatale Folgen.
Und nun, dreißig Jahre später: Der Jugendclub des Jungen Pfalzbaus befasst sich mit den Themen des Films, holt sie in die Gegenwart und deutet sie auf seine eigene Weise neu. Im Zuge dessen setzen sich die Jugendlichen mit verschiedenen Fragen auseinander: Welche Rolle spielt der Wille zur Eigenständigkeit in unserer heutigen Gesellschaft, wie kann man in einer globalisierten und durchorganisierten Welt noch individuell sein und wann muss man den Mut fassen, um für die eigene Überzeugung einzustehen? Theaterinstallationen im ganzen Raum lassen die Grenze zwischen Zuschauer*innen und Schauspieler*innen verschwinden. Für diejenigen, die sich hineinbegeben, wird es zu einem bespielten Labyrinth voller theatraler Momente. Die Themen des Films finden sich auf unterschiedliche Weise wieder: Mal zum Schauen, mal im interaktiven Spiel, mal auch ein Ort, der zum Verweilen einlädt.
»Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben, intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.«
Walt Whitman
Es spielen Jugendliche des Jugendclubs Junger Pfalzbau im Alter von 14 – 18 Jahren
Inszenierung Giuseppina Tragni
Fotos Alen Ljubic
» Der Besucher wird in die Rolle eines Schülers versetzt, das Stück will ihn zum Nachdenken über die eigene Bestimmung anregen und kritisiert den hohen Erfolgsdruck, der Jugendlichen in der Ausbildung aufgezwungen wird. Im Zentrum stehen die zehn Stationen, die, über den Raum verteilt, den Besucher zum Verweilen einladen. (…) Am Ende erfüllt das Stück durchaus seinen Anspruch und liefert einen Denkanstoß, nach der eigenen Identität zu suchen, und sich nicht von aufgezwungenen Regeln unterdrücken zu lassen. „Cooles Stück – überraschend durch die Interaktionen. Theater in 4D“, meint auch Zuschauer J.K. Tatsächlich beschreibt das den Abend sehr treffend. «
Die Rheinpfalz











