Fast!
Eine Tanz- und Theaterperformance
Zwei Jugendliche. Zwei junge Frauen. Im Gepäck die Geschichten und Erinnerungen vorangegangener Generationen. „Die Zukunft liegt in euren Händen!“ – aber was tun mit dieser Zukunft?
Zwei Spielerinnen verhandeln Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, veranschaulichen den Wandel der Jugend aber auch das Gleichbleibende, das Verbindende. Mit den Mitteln der Sprache, der Bewegung und Tanz entsteht eine Performance für Menschen aller Generationen. Eine Irrfahrt durch das Fühlen, das Müssen, das Können, das Definieren. Durch Gedanken und Lebenswirklichkeiten der heutigen Jugend.
Unter dem Titel „What matters?“ begann dieses Projekt als Recherche. Ziel war es, herauszuarbeiten, was die Jugend über die Generationen
hinweg bewegt (hat) und die Generation Z in den Fokus zu nehmen. Anhand von Interviews beteiligten sich ca. 190 Menschen zwischen 13 und 83 Jahren an diesem Projekt. Zudem arbeiteten 11 Klassen der Oberstufe verschiedener Schulen mit dem von uns entwickelten Unterrichtsmaterial und ließen uns ihre Ergebnisse zukommen. Die beiden jungen Performerinnen im Alter von 17 und 18 Jahren waren in der Entwicklung der Performance und den Entscheidungen stark involviert. Sie schrieben eigene Texte, die auf die Bühne gebracht wurden und verhandelten ihre Themen auf der Spielfläche durch performative Handlungen.
Entstanden ist eine eindrucksvolle und authentische Performance, die Erinnerungen durch die Generationen hinweg hervorruft und einen tiefen Einblick in die Herausforderungen an die Jugend unserer Zeit gibt.
»Ich habe es satt, dass ich mir ständig Gedanken machen muss, was für Konsequenzen meine Taten haben, dass es für alles eine Lösung gibt aber sich irgendwie nichts ändert, und dann gibt es die Menschen die meinen, den Klimawandel gibt es nicht ebensowenig den Sexismus, das Patriarchat, die Pandemie, den strukturellen Rassismus oder die ernst zu nehmende rechts zunehmende Radikalisierung. «
Zitat aus dem Stück
Fotos Lys Y. Seng / Elles Magermans / Carlo Tragni
Konzept, Idee und Regie Giuseppina Tragni
Choreografie Gaëlle Morello
Performance Ceyda Rabia Özcelik, Pauline Stine Steger
Text Ceyda Rabia-Özcelik, Pauline Stine Steger, Giuseppina Tragni
Bühnen- und Kostümbild Petra Vaskova
Künstlerische Assistenz Fatih Peker
Premiere am 05. Februar 2022 im Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Eine Kooperation mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Gefördert von der Stiftung Rheinland Pfalz für Kultur. Die Recherche wurde ermöglicht durch die GVL Stiftung, Fokus für die Kultur und der Stadt Speyer.
» Fast ist unter der Regie von Giuseppina Tragni entstanden, die hier ihr ausgezeichnetes Gespür für Erfahrungswelten junger Menschen sichtbar macht. Schon der ausgeklügelte Titel umschreibt das performative Geschehen auf der Bühne im Theater im Pfalzbau treffend. Es trifft den Puls der Zeit, in der die beiden jungen Künstlerinnen Ceyda Özcelik und Pauline Steger aufwachsen. Grandios führen sie einen Schlagabtausch aus Sprache und Bewegung. Durch schnelle Aktionswechsel vermitteln sie das „Fast!“ ihres Lebensgefühls. (…) Als junge und doch erfahrene Spielerinnen geben sie uns einen Geschmack von dem, was in ihnen steckt. «
Zitat Mannheimer Morgen














