If you don’t have to think about it, it’s a privilege
Bin ich privilegiert? Weil ich jung bin, hübsch bin, gesund bin, gebildet bin? Bin ich privilegiert, weil ich nicht darüber nachdenken muss, ob ich sauberes Wasser zum Trinken und zum Waschen habe? Bin ich privilegiert, weil ich entscheiden kann, ob ich Bio-Produkte kaufe, mich vegetarisch oder vegan ernähre? Bin ich privilegiert, weil ich Deutsch bin, weil ich Europäer bin, weil ich nicht flüchten muss aus einem Land, das meine Heimat ist in ein Land voller Ungewissheit? Ist ein Privileg etwas Privates, etwas Gutes, etwas Besonderes? Oder ein
Markenzeichen? Sieht man mir meine Privilegien an?
Privilegien sind schön und unsichtbar, weil sie normal sind für die, die sie haben. Gemeinsam mit den Jugendlichen des „Club der Hingucker“ vom Jungen Nationaltheater Mannheim haben wir uns Privilegien sowie unsere eigenen Privilegien genau angeschaut, erforscht, erkundet, Menschen befragt. Spielerisch, herausfordernd, überraschend.
Ein Forschungsexperiment, aus dem eine Performance nicht nur für junge Menschen entstanden ist.
»Ihr sagt, selbst wenn man alles Geld der Welt nehmen und gleichmäßig verteilen würde, würde es schon nach ein oder zwei Wochen wieder Arme und Reiche geben. Ihr sagt, dass vielleicht irgendwann alle Völker friedlich zusammen leben werden. Und dass die Menschen hoffen, dass es irgendwann keine Kriege mehr geben wird.«
Zitat aus dem Stück
Es spielen 20 junge Menschen zwischen 12 und 15 Jahren
Inszenierung Giuseppina Tragni
Künstlerische Mitarbeit Ricarda Mager
Kostüme Petra Vaskova
Fotos Lys Y. Seng
Eine Stückentwicklung mit dem Jugendclub des Jungen Nationaltheater Mannheim.
Die Premiere fand im Juni 2018 im Jungen Nationaltheater Mannheim statt.








