Woanders ist das Gras vielleicht grüner
Ein Stück zum Thema Flucht
Menschen fliehen seit jeher; vor Hunger und Umweltkatastrophen, vor Krieg und Verfolgung, in das nächste Dorf oder in ein anderes Land. Sie werden aufgenommen oder abgewiesen, sie bleiben, gehen weiter oder kehren zurück.
Auf der Grundlage der Literaturvorlage „Im Meer schwimmen Krokodile“ von Fabio Geda machte der Jugendclub es sich zur
Aufgabe, quer durch Ort und Zeit zu recherchieren, um Geschichten von Geflüchteten zu sammeln und zu erzählen. Dabei stoßen sie auf Erlebnisse ihrer Vorfahren sowie auf Schicksale von bekannten oder unbekannten Personen. Geflüchtet sind diese Menschen alle, und zwar aus verschiedenen Gründen, in verschiedene Länder, mit unterschiedlichen Ängsten – aber alle in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
»Wenn man als Zehnjähriger abends einschläft, an einem ganz normalen Abend, der auch nicht dunkler, sternenklarer, stiller oder übel riechender als andere ist und deine Mutter drückt deinen Kopf vor dem Schlafengehen länger an ihre Brust, wenn sie von Träumen spricht wie dem Mond, in dessen Schein man abends essen kann und davon, dass man immer einen Wunsch vor Augen haben sollte wie der Esel eine Karotte. Also auch wenn dir deine Mutter beim Einschlafen solche Dinge sagt mit einer leisen sonderbaren Stimme, – selbst dann fällt es dir schwer zu glauben, dass ihre Worte khoda negahdar bedeuten: Lebewohl. Einfach so aus heiterem Himmel.«
Zitat aus dem Stück
Fotos Lys Y. Seng, Alen Ljubic
Es spielen 19 jungen Menschen zwischen 13 und 22 Jahren
Inszenierung Giuseppina Tragni
Kostüm Petra Vaskova
Assistenz Philipp Wendel, Marie-Luise Hammann
Eine Stückentwicklung mit dem Jugendclub des Jungen Pfalzbau / Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Die Premiere fand am 27. September 2019 im Theater im Pfalzbau Ludwigshafen im Rahmen des Internationalen Festivals OFFENE WELT statt. Ein Ausschnitt davon wurde beim Festival „Junges Theater im Delta“ im Mai 2019 gezeigt.
Das SWR Radio berichtete:
» Die Ludwigshafener Produktion verortet Migration historisch und transnational in eindringlichen Bildern. Im Mittelmeer, das zugleich verschlossener Lkw-Laderaum ist, sieht man auch die Ostsee, die verplombten und vollgestopften Züge in Deutschland, die vietnamesischen Boatpeople. Die Bilder sind nicht chronologisch und auch inhaltlich nicht logisch verbunden, aber stark in der Wirkung. «
Die Rheinpfalz














